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Jean Louis Hostombe
né le 18.07.1769 à St. Quentin l’Indre - France
geb. am 18.07.1769 in St. Quentin l’Indre - Frankreich
Das zur Zeit älteste verfügbare
Dokument das den Name Hostombe nachweist, ist die Geburtsurkunde von Louis
Hostombe ( II/l ). Das Original wird in den Zivilregistern der Verbandsgemeinde
Traben-Trarbach, Jahrgang 1803, Trarbach Land, Folio 18 aufbewahrt.
Hier wird der 3. Floreal im XI.
Jahr der französischen Republik - das ist der 23. 4. 1803 (der französische
Revolutionskalender wird zu einem späteren Zeitpunkt im Teil III erklärt) - als
Geburtsdatum genannt.
Zu bemerken ist, dass zu diesem
Zeitpunkt J. L. und Anna Maria Zenner noch nicht getraut waren. Die
Trauung erfolgte, gemäß der Heiratsurkunde, erst am 6. Fructidor (24. 8. ) des
gleichen Jahres. Dass die Ehe noch nicht legalisiert war, liegt gewiss
an der schwierigen Beschaffung der für den "Heurats Akt" erforderlichen Papiere.
Es war zwar gerade Frieden (Luneville
am 9.2.1801 und Amiens am 27 3. 802 ), aber die Übergriffe Frankreichs zwangen
England am 18. 5. 1803 erneut zum Krieg.
Es war wohl eine recht
turbulente Zeit, in der die Beschaffung privater Unterlagen nicht einfach war.
In der Heiratsurkunde, deren Text übrigens seit Einführung der Zivilregister im
Jahre 1798 durch Napoleon vorgeschrieben war, wird in den Zeilen 14 bis 20 das
Vorhandensein der erforderlichen Papiere bestätigt.
In dieser Heiratsurkunde sind
u. a. Geburtstag und Geburtsort von J. L., sowie die Namen seiner bereits
verstorbenen Eltern zu finden. Leider ließ sich jedoch noch nicht herausfinden
wo sein Geburtsort, St. Quenten, Quintin oder Quentin - letzter Name am
wahrscheinlichsten - liegt. Im Departement l'Indre kommt dieser Ortsname nicht
vor.
Rückfragen im zuständigen
Departementsarchiv waren negativ. Auch der Name wird für diese Gegend als
atypisch bezeichnet. Aus dem französischen Telefonregister lassen sich 38 verschiedene St.
Quentin ermitteln. Darin ist nicht die nördlich von Paris gelegene Stadt an der Somme enthalten.
Möglich ist, dass es sich
vielleicht um einen Übertragungsfehler des Standesbeamten handeln
könnte und der Departementsname Isere statt Indre heißt.
Da auch ähnlich klingende Namen
wie Hostache, Hostachy und Hoste in dieser Gegend vorkommen war anzunehmen dort
fündig zu werden, aber auch hier gleich zweimal negetiv: St. Quentin sur Isere
und St. Quentin Fallavier.
Dass vom Standesbeamten nicht ganz sauber gearbeitet wurde beweist die unterschiedliche Ortsbezeichnung
und der Vorname von der Mutter, der mit Genevive angegeben ist; es gibt aber
nur den Vornamen Genevieve im Französischen.
Bei Recherchen im Archiv der
Heeresverbände in Vincennes bei Paris war auch keine Spur zu finden. Hier sind
u. a. alle französischen Soldaten der Revolutionsarmee verzeichnet.
Die Indizes aller in Frage
kommender Einheiten (Regimenter bzw. Halbbrigaden) enthalten nicht den gesuchten
J. L.
Auch in den derzeitigen
Beständen im Archiv von Koblenz, das auch für Trarbach zuständig ist, lässt
sich kein exakter Hinweis finden. Das ist zwar alles schade, es macht aber die
Weitersuche spannender.
Vom Archiv Vincennes stammt der
geschichtliche Überblick des 9. Linienregiments und der 9. Halbbrigade, der bald
in der Übersetzung folgt.
Der Heiratsakt weist zwar J.L.
als Veteran der 9. Halbbrigade aus, es gibt aber bisher keinen sicheren Hinweis,
dass er die Feldzüge mitgemacht hat.
Die Übersetzung des
handgeschriebenen Dokuments war nicht ganz einfach, zumal viele französische
Ausdrücke heute nicht mehr üblich und Personen und Ortsnamen schwer lesbar sind.
Fehler bedingt durch die Übersetzung sind also möglich.
Die Fahne des 3. Bataillons
der 9. Halbbrigade, der J.L. folgte, wird im Armeemuseum von Paris aufbewahrt.
Im Jahr 1865 verfasste Louis Hostombe ein Lehrbuch "Coup
d'oeil
sur
l'origine
et
le
développement
de
la
langue
francaise", das im selben
Jahr in Würzburg herausgegeben wurde.
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