Die Familie Hundeshagen in Eschwege


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Als erster direkter Vorfahre des Verfassers in Eschwege, ist der Schornsteinfegermeister Johann David Hundeshagen (geb. 29.5.1718 in Mühlhausen/Thüringen) nachweisbar.

Er ist aus seiner Geburtsstadt ins nahegelegene Eschwege "ausgewandert", heiratete dort, und verstarb am 7. Juni 1788 in Eschwege.

Seit Johann David Hundeshagen ist die Familie Hundeshagen in Eschwege ansässig; in der direkten Abstammung des Verfassers bis 1900, wobei verschiedene andere Linien heute noch dort zu finden sind.

Andere Seitenlinien des Verfassers, wie zum Beispiel die durch ihre Verwandtschaft zu den Gebrüder Grimm bekannte Familie Gleim, sind bereits vor 1635 in Eschwege nachweisbar.

Die Geschichte der Stadt Eschwege

974 wird Eschwege in einer Urkunde Kaiser Ottos II. (973-983) erstmals genannt, doch "eskinivvach", der alte Name der Stadt, verweist auf die Existenz einer viel älteren gemanischen Siedlung, die bereits um das Jahr 500 n.Chr. bestanden haben dürfte.

Rund um den Cyriakusberg mit dem sog. "Karlsturm" als dem einzigen Rest des ehemaligen Damenstifts in seiner Mitte, das von etwa 1000 bis 1527 bestand, muss man sich die ersten Anfänge der Siedlung denken, die bis hinunter an den Fluss gereicht haben wird. Hier war die günstigste Stelle zur Überquerung der Talaue, was die Menschen früh erkannten, wie zahlreiche Bodenfunde belegen.

Man kann diese übrigens im nahegelegenen Stadtmuseum, einem ehemaligen Tabakboden aus dem 18. Jahrhundert, betrachten, und dabei gleich eine ganze Menge über die Geschichte der Stadt erfahren.

Die "Siedlung bei den Eschen am schnell fließenden Wasser" - so die Deutung der ältesten Form des Ortsnamens - stammt aus einer Zeit, in der sich in unserem Raum die Stämmme der Chatten und Thüringer um die wichtigen Salzquellen, vermutlich bei Bad Sooden-Allendorf, stritten.

Bis zum allmählichen Vordringen der Franken zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert gehörte die Landschaft an der mittleren Werra zu Thüringen, und die beschwingtere thüringische Lebensart bestimmte auch noch darüber hinaus ein wenig den Charakter und die Lebensart der Menschen in und rund um Eschwege.

Raiffeisenhaus

Fast alle Häuser, die Eschwege zu einer malerischen Fachwerkstadt machen, stammen aus der Zeit nach 1637, nur einige wenige aus der Zeit davor. (Man erkennt sie z.B. an den sog. Wildemann- Konstruktionen im Fachwerk.)

In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges, in denen Eschwege fast ständig von den Truppen aller möglichen Parteien besetzt war, kam es Ostern 1637 zu einer Brandschatzung durch kaiserliche Kroaten. Sparsamkeit, Zähigkeit und Fleiß der damaligen Bewohner bewirkten einen beeindruckenden Wiederaufbau innerhalb der nächsten Generation! Die schönen Häuser der Altstadt sind dafür der sichtbare Beweis.

Der Karlsturm

Um 1930 zählte man im kleinen Werrastädtchen erst rund 12.000 Einwohner. Durch einen Flugplatz und eine Kaserne sowie die Eingemeindung von Niederhone - das sogar noch älter als Eschwege ist, was eindrucksvolle Grabfunde aus jüngster Zeit belegen - kam es vor dem Zweiten Weltkrieg zu einem spürbaren Bevölkerungszuwachs.

Nach 1945 sorgte ein breiter Zustrom von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen für eine deutliche Belebung, denn die "Neubürger" brachten sich nachhaltig in das städtische Leben ein. Nach der Gebietsreform 1973, durch die sechs neue Stadtteile hinzugewonnen wurden, stieg die Einwohnerzahl auf rund 24.000 an. Mit dem November 1989 wurde dann (fast) alles anders... Nahezu über Nacht rückte die Kreisstadt vom "Zonenrand" in die "Mitte Deutschlands" und gewann neue Bedeutung als "regionales Unterzentrum".

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Der Dietemann verkörpert die Symbolfigur der Kreisstadt Eschwege. Er residiert auf dem Eschweger Landgrafenschloss und ist sozusagen Teil der Kunstuhr, die in der Dachlaterne des "Pavillon" genannten, turmartigen Anbaus des Schloß integriert ist. Der Pavillon wurde laut einem Westflügel erkennbaren Wappenstein zwischen 1615 und 1617 erbaut. Das Wahrzeichen selber wurde feierlich am 2. Juli 1927 eingeweiht.

Der "erste" Auftritt des Dietemanns am 2. Juli 1927. Seitdem trat er weit über eine viertelmillionen Mal seinen Rundgang um das Schloßtürmchen an.

Das Wahrzeichen Eschweges bläst noch heute am Tage zu jeder vollen Stunde vom Schloßturm, an dessen Spitze er die Stadt bewacht. Einmal im Jahr zum Johannisfest steigt er von seinem Turm und führt den Festzug an.

Die Neustädter Kirche 

In der Neustädter Kirche zu Eschwege wurden seit dem Jahr 1757 bis 1883 alle direkten Hundeshagen-Vorfahren des Verfassers getauft.

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Die Neustädter Kirche St. Katharinen ist ein spätgotischer Bau aus dem 15. Jahrhundert mit neugotischem Turm von G.G. Ungewitter aus dem Jahre 1862.

Im Innenraum ist die 1509 von Heinrich von Eschwege gestiftete Steinkanzel sehenswert.

 

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