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Die Blaue Pagode

Die Blaue Pagode ist ein im orientalischen Stil errichtetes
Haus mit einer Grundfläche von 5x5 m. Die Kuppel aus Zinkblech wird durch
einen Halbmond gekrönt. Über der Tür ist ein Wappenschild mit Halbmond, Sternen
und in deutschen und javanischen Lettern "Ehre Gott und liebe die Menschen"
angebracht. Die einstige dunkelblaue Innenausmalung des Gewölbes wurde
namensgebend für das Bauwerk. Das Gartenhaus befindet sich an der oberen Kante
des Südwesthanges des Müglitztals oberhalb von Mühlbach am Winzerweg.
Der Rittergutsbesitzer Anton Serre ließ dieses Gartenhaus 1848
für Prinz Raden Saleh Sharif Bustaman errichten, der von
1840 bis 1849 viel in Dresden und Maxen weilte.
Nach 1945 verfiel das Gartenhaus immer mehr. Das gesamte Grundstück
verwilderte. In den sechziger Jahren stürzte das Kuppeldach ein.

1970 gelangte das Grundstück in private Hand. Der damalige Besitzer
rettete das Gartenhaus vor dem Verfall. Das dabei aufgebrachte Spitzdach
veränderte die äußere Ansicht, sicherte aber die übrige Bausubstanz.

Zu Beginn der neunziger Jahre kam das Grundstück mit dem Gartenhaus
in private Hand. Durch Eigeninitiative und den Einsatz privater finanzieller
Mittel erhielt die Blaue Pagode im Frühjahr 1997 ein neues Kuppeldach aus
Zinkblech, mit dem orientalischen Halbmond.
Da keine Bauunterlagen zur Kuppel vorlagen, konnte die neue Kuppel
nur unter Verwendung von alten Fotografien und Zeichnungen nachempfunden werden.
Dabei wurde eng mit der Denkmalspflege in Dresden zusammengearbeitet. Durch die
Bereitstellung von Fördermitteln konnte dann auch noch die gesamte Außenfassade
einschließlich des Fundamentes saniert werden.

Nachdem durch den Forst hohe Bäume unterhalb der Blauen Pagode
beseitigt wurden, sind die alten Sichtachsen und damit das Blaue Häusel, wie das
Gebäude auch genannt wird, oberhalb von Mühlbach als markantes Bauwerk wieder
sichtbar.
(Alle Bilder dieser Seite stammen von
der Ansichtskarte 150 Jahre Blaues Häusel 1848-1998)
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